PS3-Backups, der erste richtige Hack?
Nun brummt es wieder in den Hacker Foren und Szene Blogs. Mit einem YouTube Video stellte eine Hackergruppe aus Frankreich Ihren neuesten Coup vor. Nicht weniger als Playstation3 Backups selber erstellen und gebrannte Playstation Images abspielen versprachen die Hacker in Ihrer Vorstellung. Mittels eines Videos sollte der Beweis erbracht werden indem eine “Kopie” von PES2008 in der PS3 gestartet werden konnte.
Im ersten Moment denkt man noch “och nee, nun geht der PS3 hack Mist hier auch noch los” … aber schon nach kurzer Zeit verflüchtigten sich Befürchtungen bezüglich des Endes der hackerfreien Zeit auf der PS3. Zu merkwürdig erschien doch die Vorgehensweise. Und insbesonders viel zu umständlich. Die genannten Voraussetzungen änderten sich jeh nachdem welche “Quelle” den Hack gerade präsentierte. So behauptete der “Hacker” man müsse für die PS3 Backups zuerst Linux auf der PS3 Installieren (ein für PS3 Slim Besitzer unmögliches Unterfangen) und dann, extra für den angeblichen PS3 hack, in Linux eine VM mit WindowsXP installieren (wir erinnern uns, die 256MB Ram für Linux sind schon für sich zu wenig, dann noch eine VM UND WindowsXP?). Dies alles, um schlussendlich CloneCD auf dem Windows auf dem Linux auf der PS3 zu installieren umd ein Image der PS3 Spiele Disk zu erhalten…. Ja ne, is klar …
Dann führte der “Hacker” vor wie er die Kopie von PES2008 mittels eines sogenannten Motorstormexploits bootet. Dazu verursacht er mittels manipulierter Savegames einen Systemcrash mit Motorstorm, was zu einem Reboot führt. Im Crashzustand tauschte er dann Motorstorm gegen eine angebliche Kopie von PES2008 (die Disk hatte ein offensichtlich selbstbedrucktes Label) und voila, beim reboot startet dank Autostart PES2008 statt Motorstorm. Also doch ein funktionierender Hack?
Moment, warum bewegt sich der “Hacker” bei dem Disktausch plötzlich so abgehackt und bemüht sich die Unterseite der angeblichen Kopie zu verdecken? Nunja, weil es keine Kopie ist, sondern eine ganz normale gepresste original PES2008 BluRay auf die der “Hacker” ein Label aufgeklebt hat. Für einen kurzen Moment sieht man die Unterseite doch, und sie sieht eben NICHT wie eine selbstgebrannte BluRay aus.
Oh großer Hackergott, wie dumm müssen die Leute sein um auf soviel Scharlatanerie reinzufallen. Fehlt nur noch der letzte Schritt, wie beim angeblichen zPack Hack letzte Woche: ein “Shop” in dem man den ”Hack” kaufen muss, natürlich via Western Union oder vergleichbar Annonymen Bezahlsystemen. Wer sich so billig abzocken lässt, der hat es nicht besser verdient.
Fazit: viel Rauch um Rauch, und noch mehr Rauch und Nebel, und wenn das alles fortgeblasen ist, nichts als Fake.