Unter dem wenig Aussagekräftigen Codenamen NGP – Next Generation Portable – bringt Sony seine neue Handheld Konsole ans Licht der Öffentlichkeit.

Viel war in der Vergangenheit über die PSP2 spekuliert worden. Nun stehen die Grundsätzlichen Eckdaten fest.

Was steckt im neuen „NGP“ aka PSP2:

Die CPU – das Rechenzentrum des ganzen Gebildes

Sony hat sich für die PSP2 für eine ARM CPU der Serie Cortex-A9 entschieden. Die ARM Cortex-A9 CPU hat in der Ausführung für die PSP2 4 parallele Prozessorkerne und arbeitet üblicherweise bei 2GHZ. Allerdings wollte SONY derzeit keine Angaben über den genauen Systemtakt machen. Anzunehmen ist, dass sich der CPU Takt zwischen 800MHZ und 2 GHZ bewegen wird. Dabei ist auch der Stromverbrauch eine wichtige Größe. So benötigte die PSP bereits im Leerlauf bis zu 2 Watt. Die selbe Leistung benötigt der ARM® Cortex™-A9 core unter Vollast. Es ist also zu hoffen, dass die PSP2 aka NGP bei der Akkulaufzeit mindestens die Werte der PSP erreicht. Dabei übertrifft er gleichzeitig die Rechenleistung der PSP CPU um ein Vielfaches. Mit seinem 10000-20000 DMIPS ist der ARM 4x Core derzeit auf dem Mobilmarkt unübertroffen. Selbst aktuelle Smartphones verwenden gerade erst die Zweikern A8 Versionen der ARM CPUs. Aber hier musste Sony auch deutlich mehr vorlegen. Den Luxus jedes Jahr neue Hardware verkaufen zu können wie Steve Jobs kann sich SONY nicht leisten. Die Hardware muss immerhin etwa 5 Jahre aktuell bleiben.

Die GPU – der Grafikprotz unter den Handhelds

Bereits vor Jahresfrist verdichteten sich Informationen, SONY würde für ein „ungenanntes“ Mobilgerät eine große Menge des neuen SGX543 von Imagination kaufen. Nun steht fest: die PSP2 bekommt einen SGX543 MP4+ Quadcore Grafikchip. Das Flaggschiff der SGX Serie von Imagination schlägt den NVIDIA’s Tegra 2 bereits mit nur einem Kern, die 4 Kern Version soll laut Entwicklern wie Tim Sweeny von Epic Games alles derzeitig auf dem Mobilmarkt verfügbare um Lichtjahre schlagen. Zusammen mit der mächtigen CPU hat SONY diesmal ein recht protziges Kerlchen auf die Beine gestellt. So soll der Port der iOS Unreal Engine weniger als eine Woche gedauert haben, und von Anfang an deutlich bessere Performance bieten. Die Unreal Macher waren auf jeden Fall kaum in Ihrer Begeisterung zu bremsen. Auch in Punkto Stromverbrauch glänzen die sparsamen SGX Chips mit Bestnoten. Somit ist auch hier kein übermäßiger Akkukiller verborgen.


Das Drumherum – ein Kessel Buntes

Neben den beiden Kernfeatures des Handhelds, CPU und Grafikchip gibt es natürlich noch eine ganze Reihe anderer Features rund um die PSP2. Das NGP kommt wie selbstverständlich mit Wireless LAN und BlueTooth. Auch ein GPS Sensor ist diesmal direkt mit an Bord und muss nicht mühsam angestöpselt werden. Eine Kamera vorn und hinten, ein 5″ 960 x 544 Pixel Multitouch Bildschirm vorn, ein Touchfeld hinten. 2 Analoge Steuerknöpfe, ein D-Pad und die bekannten Playstation Knöpfe sind mit von der Partie. Diesmal neu ist die Option mittels 3G Mobil-Internet eine Dauerhafte Verbindung zum PSN zu haben. Fraglich ist hier ob es einen brauchbaren Datentarif geben wird. Als zusätzliches Schmankerl hat SONY seine SixAxis Steuerung auch in die PSP2 verbaut. Damit steht Move-Artigen Spielkonzepten nichts im Weg. Die Schultertasten der PSP1 sind natürlich wieder mit von der Partie.

Interessant auch SONYs Anmerkungen zur Interoperabilität mit Android basierten Geräten. Das lässt auf ein Android basiertes Betriebssystem für die PSP2 schließen. Besonders, da SONY bekannt gab, seine Spiele auch für zertifizierte Android Geräte anzubieten. Ein klarer Warnschuss Richtung Apple. Im Gegensatz zu Nintendo, will SONY den Mobilmarkt also nicht kampflos an Apple abgeben.