Final Fantasy 13 ist raus. Leider zwar nicht bei uns sondern nur in Japan, aber trotzdem ein perfekter Zeitpunkt, Square Enix’s neustes Werk mal ein wenig genauer unter die Lupe zu sehen. Und das fördert überraschende Meldungen zu Tage.

Aber zunächst das Offensichtliche: Pünktlich zum Release gibt es in Japan (wieder mal leider nicht bei uns) eine PS3-Slim mit speziellem Design- der Lightning Edition. Schick sieht sie in jedem Fall aus, wenn auch recht feminin in weiß und mit pinkem Artwork.

Unter anderem wegen dieser Edition meldet Sony Rekordverkäufe der PS3-Hardware zum FF13-Start: eine Viertelmillion PS3-Konsolen sind in der einen FF13-Woche über die japanischen Ladentheken gewandert. Final Fantasy 13 wurde 1,5 Millionen Mal verkauft und ist damit der erfolgreichste Final Fantasy-Start der Firmengeschichte.

Gleichzeitig verwundern aber die Meldungen von enttäuschten Final-Fantasy-Fans, die Square Enix’s jüngstes Kind stark kritisieren. Es wird von „enttäuschender Linearität“, „schlechtem Levelsystem“ (nur über Fähigkeitspunkte als Währungsersatz), die fast vollkommene Abstinenz jeglicher Städte oder Siedlungen geredet. Aber der wohl gravierendste Kritikpunkt: Die Fans bemängeln die Geschichte. Args. Wenn die Kritik berechtigt ist, ist das natürlich ein heftiger Punkt und gerade bei einem Rollenspiel das absolute „geht gar nicht“.

Das alles zusammen ergibt gerade mal im Schnitt 3 Sterne bei den japanischen Amazon-Rezensionen. Auch wenn die Rezensionen erfahrungsgemäß immer mit Vorsicht zu genießen sind, bleibt doch ein fader Beigeschmack ob Final Fantasy 13 wirklich der so erhoffte große Wurf ist. Erste Tests aller anderen außer der japanischen Version werden noch lange dauern. Im Moment wird an einer Übersetzung für den europäischen und amerikanischen Markt gearbeitet.

Ein Europa-Release ist für März 2010 geplant. Bis dahin sollten die Eindrücke gefestigter sein. Auch wenn Square Enix bereits eine überarbeitete Version für den Rest der Welt angekündigt hat, sollte man sich nicht der Hoffnung ergeben, dass diese Änderungen signifikante Verbesserungen an den Kritikpunkten bringen könnten. Viel mehr als kleine Korrekturen und Bug-Fixes sind in der Kürze der Zeit bis zum Rest-der-Welt-Release einfach nicht drin.