Curiosity – der Countdown läuft

Noch vier Tage bleiben Spiele-Genie Peter Molyneux, um seinen neuesten Streich auf den Markt zu bringen. Die Rede ist von „Curiosity: What’s inside the cube“, einer Molyneux zufolge Art Experiment, das eigentlich schon hätte im August veröffentlicht werden sollen. Doch der Start der gleichnamigen Mars-Mission „Curiosity“ hat Molyneux einen Strich durch die Rechnung gemacht, alle Google-Suchergebnisse landeten nur noch bei Meldungen zu Nasa-Mission.

Ende August dann gab es einen neuen Trailer, der fragt: Can the world be brought together – to answer one question?“ und als Starttermin „September 2012“ angab. Doch auch der ist nun bald verstrichen.

Ob es Molyneux Entwickler-Bude „22 Cans“ noch rechtzeitig schaffen wird, das geheimnisvolle Spiel in diesem Monat zu veröffentlichen, bleibt eine spannende Frage, denn zuletzt suchte das Team von 22 Cans auf seiner Facebook-Seite noch Übersetzer für deutsche, spanische und französische In-Game-Texte. Vermutlich wird im Team in den nächsten Tagen unter Hochdruck am ersten von 22 Experimenten aus der Feder von Molyneux arbeiten, um den Termin „September“ halten zu können.

Ein Experiment ist „Curiosity: What’s inside the cube“ deshalb, weil Molyneux mit dem Spiel herausfinden möchte, wie sich die Nachricht um das nach eigenen Aussagen „lebensverändernde“ Innere des Würfels auf der ganzen Welt verbreiten wird. Denn der Clou am Spiel ist: nur einer kann gewinnen, aber dazu gleich mehr. Hat der Würfel sein Geheimnis preis gegeben, werden offenbar weitere ähnlich gelagerte Experimente folgen, deren Ergebnisse – so viel hat Molyneux schon verraten – in ein großes neues Game einfließen sollen.

Curiosity: What’s inside the cube

Es geht bei dem Spiel, das für iOS- und Android-Geräte sowie den PC erscheinen wird, um einen schwarzen Würfel, der von Menschen auf der ganzen Welt per virtuellem Werkzeug in seine Einzelteile zerlegt werden soll. Jeder Spieler sieht dabei auch, welchen Schaden die anderen Spieler bereits verursacht haben. Ziel ist es, an das Innere des Würfels zu gelangen – und das wird nur ein Spieler schaffen. Molyneux spielt mit der Neugier der Menschen, denn viele werden bis zum Schluss dran bleiben wollen, um herauszufinden, wer den Jackpot bekommt. Es ist ein Glücksspiel, denn man weiß nicht, wer den letzten Schlag machen wird und das Innere der Cube mit nach Hause nimmt.

Und tatsächlich passt Curiosity: What’s inside the cube ein wenig in die Reihe spannender Glücksspiel-Apps, die derzeit für Android und iPhone auf dem Markt sind. Genau wie Zynga Poker, Blackjack HD & Co. bietet auch Curiosity Unterhaltung für unterwegs, ist kurzweilig – und: wenn man möchte, kann man auch sein Erspartes bei dem Spiel los werden, denn Molyneux möchte die Menschen natürlich nicht nur unterhalten, sondern dabei auch Geld verdienen. Und zu diesem Zweck bietet er kostenpflichtige Werkzeuge an, die dem Würfel mehr schaden als das Standard-Werkzeug. Das teuerste wird der Diamant-Meißel sein, der sagenhafte 50.000 Dollar kosten soll. Ganz wie beim „echten“ Glücksspiel ist es auch hier die Höhe des Einsatzes, der am Ende vielleicht zwischen Sieg und Niederlage entscheidet.