Demon’s Souls – Black Phantom Edition eingetroffen
Montag 14:00 Uhr, es ist heiß … sehr heiß in Deutschland
Die Nacht durchzecht nach dem Sieg über England, Die Augen müde nach der anschließenden Badlands Ko-Op Session.
Es klingelt an der Tür
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Post aus England … wird doch wohl keine Briefbombe sein ? So als Revanche nach dem verlorenen Spiel?
Nein, der sichtlich durchgeschwitzte DHL Mitarbeiter überreicht mir die lang erwartete Demon’s Souls Black Phantom Edition.
Na Super, dann kann ich ja meine bereits vorhandene Importversion aus HongKong in den Ruhestand schicken :)
Die Trophies konnte ich eh nie verstehen, da sie komplett in Chinesisch geschrieben waren. Her mit der Kamera, und schnell ein Foto geschossen, so sieht sie aus, die ultimative Demon Souls Edition:

Ganz im guten alten PC-Game Format gehalten enthält die stimmungsvolle Hülle ein Artbook und den Soundtrack, sowie einen umfassenden Strategy Guide auf Englisch.
Aber mehr als der Packungsinhalt sind es die inneren Werte die diese Version so Wertvoll machen:
Zu Demon Souls selbst:
Demon’s Souls ist ein Action Rollenspiel für frustresistente Spieler. Das mittelalterliche Fantasysetting erlaubt atemberaubende Bilder. Aber die durchaus ordentliche Grafik war es nicht, was Demon’s Souls zu dem Erfolg verholfen hat den vorher niemand erwartet hatte. Demon’s Souls war ein Geheimtipp in der Szene der Hardcorezocker weil es schwer ist. Demon’s Souls ist hart, sehr sehr sehr hart, aber betrügt den Spieler niemals. Sicher Demon’s Souls mag für Gelegenheitsspieler unfair erscheinen. Aber Demon’s Souls attackiert den Spieler immer ehrlich. Andere Spiele greifen zu endlos neu spawnenden Gegnerhorden welche den Spieler einfach überrennen sollen. Demon’s Souls nicht. Wenn bei Demon’s Souls 3 Gegner auf einmal kommen wird es für den Spieler schon schwer genug. Ein Schock für sogenannte Casual-Players die es gewohnt sind, das ihr Lebensbalken sich nach 2 Sekunden ohne Treffer magisch wieder auffüllt, und das alle 5 Meter ein Checkpoint den verlauf speichert, so das im Falle des Ablebens nur ein paar Schritte nötig sind um weiter zu machen. Nein, Demon Souls erfüllt die Erwartungen dieser Sofazocker nicht.
- Checkpoints im Level ? Fehlanzeige, der Spieler darf den Level von ANFANG AN neu beginnen
- Einmal besiegte Gegner bleiben Tot? Nix da, die ganzen Gegner sind nach dem Ableben des Helden wieder da.
- Der Spieler verträgt 8 Bauchschüsse und 4 Kopftreffer ohne zu zucken? Haha, normale Gegner töten einen mit wenigen Treffern.
- Mann erkennt an der Farbe des Gegners vorher wie schwer er ist? nope, Versuch macht Klug, wenn es die Falsche Entscheidung war .. R.I.P
- Das Geld bleibt über den Tot hinaus im Gepäck? Nein, die “Seelen” welche in Demon’s Souls als Währung dienen werden am Todesort gedroppt, man muss LEBENDIG hinkommen um diese wieder aufzunehmen, stirbt man ein 2. mal auf dem Weg sind ALLE Seelen verloren.
All die lustigen, wenngleich oft fast schon peinlichen, Features die dem Gelegenheitszocker das Leben leicht machen wurden in Demon’s Souls mit voller Absicht außen vor gelassen.
Die Hintergrundstory:
Der letzte König von Boletaria, Allart der zwölfte, verfolgte das Ziel seine Macht unablässig auszubauen. Dabei half ihm die Kraft der Seelen aus dem Nexus, einem riesigen Schrein aus Eis verborgen in den Bergen. Die Seelen brachten Wohlstand über sein Königreich. Eines Tages kehrte er unersättlich zurück zum Nexus, wo er etwas Böses aus seinem ewigen Schlaf erweckte. Diese Plage, bereits lange vergessen, kam über Boletaria und tauchte das Reich in Finsternis und einen undurchdringlichen Nebel. Eine Horde mächtiger Dämonen fiel daraufhin über das Land herein und verschlang die Seelen der Menschen. Da ersuchte der König Kämpfer aus anderen Königreichen das Land vom Bösen zu befreien; jedoch kehrte kein einziger zurück. Der Spieler übernimmt nun die Rolle eines weiteren Tapferen, der das Land endlich von der Plage der Dämonen befreien will.
Online Features:
Demon’s Souls bietet einen erfrischend anderen Online Modus. Der Spieler kann, mit Hilfe von besonderen Tokens, andere Spieler einladen seinem Spiel als “Soul” beizutreten um ihm zu helfen. Aber wie so vieles bei Demon’s Souls ist das ein zweischneidiges Schwert. Denn andere Spieler können auch ungefragt in das eigene Spiel “eindringen” und spielen dann die Rolle des Endbosses des Levels. Die Meldung, ein anderer Spieler sei als sogenannte “Black Soul” ins eigene Spiel eingedrungen löst einen gewaltigen Adrenalinschub aus, denn auch hier gilt, wenige Treffer sind in der Regel tödlich, und menschliche Gegner können sich viel besser in den Winkeln der Level für einen Hinterhalt verbergen.
29. Juni 2010 - 09:22
Ah, endlich angekommen ;)
Der Guide ist mal gut , oder?
30. Juni 2010 - 09:49
Ich würd Demon’s Souls auch gern mal wieder zocken. Ich brauch nen Klon, der mehr Zeit hat…