Als großer Fan der Untoten war ich zu Beginn doch recht skeptisch bezüglich der Umsetzung. Kann ein Game dieses Szenario wirklich toll einfangen und dann auch noch aus der Ego-Perspektive…und dann auch noch ohne stupide zu wirken…und dann auch noch über einen längeren Zeitraum motivieren? Ich mein klar, bei Left 4 Dead hat es relativ gut funktioniert, jedoch war das hier ein wenig anders gestrickt und doch mehr eine lose Ballerei als wirklicher Überlebenskampf. Und wie steht es nun mit Dead Island? Sagen wir mal so – Nach rund 3 Stunden musste ich feststellen das die Insel der Untoten echt zündet und unheimlich spaß macht und nach rund 6 Stunden musste ich feststellen, das mich Dead Island vollkommen in seinen Bann gezogen hat und auch sicher nicht mehr so schnell los lassen wird und nach rund 12 Stunden kann ich nun für mich persönlich sagen das Dead Island das derzeit unterhaltsamste Zombiegame dieser Konsolengeneration ist.

EINER VON VIER:
Alles beginnt mit einem recht imposanten Intro welches schon zu Beginn ein tolles Gefühl vermittelt. Danach habt ihr erst einmal die Wahl zwischen vier Charakteren die sich in erster Linie besonders durch ihr Äußeres, aber auch ein wenig durch ihr Können unterscheiden. Da wären zum einen der Wurfexperte Logan, dann Schusswaffenmeisterin Purna, Xian – welche gut im Umgang mit Spitzwaffen ist und zu guter Letzt der Rapper Sam B.- welcher am besten mit stumpfen Waffen umgehen kann. Ich habe mich für Sam entschieden, da er meiner Meinung nach die meisten Vorteile in einem Game das bevorzugt auf Nahkampf ausgelegt ist, mit sich bringt.  Also rein in die virtuelle Haut und los gehts.

ROLLENSPIEL…IS DA AUCH DRIN:
Was danach sofort auffällt – es gibt keinen Schwierigkeitsgrad. Dead Island bietet nämlich ein rollenspieltypisches Auflevelsystem in dem ihr euren Charakter durch das absolvieren von Aufgaben oder das Töten von Gegnern auflevelt und stärker macht. Damit könnt ihr Upgrades freischalten und so beispielsweise eure Schlagkraft, Inventarplätze oder eine Selbstregenerierung ausbauen. Hier gibt es Einiges zum freischalten und um Alles aufzuleveln wird man sicher einige Stunden beschäftigt sein. Wer also nach einem Treffer mal eben schnell das Weite suchen und sich regenieren will, is nich. Heilen könnt ihr euch z.B.durch Medikits oder… warum auch immer… durch Energiedrinks oder Schokoriegel – wie gesagt, warum auch immer. Jedenfalls stehen an jeder Ecke auf dieser überaus hübschen Urlaubsinsel Dosen gefüllt mit Energie und leckere Schokoriegel mit Nugatfüllung rum (okay, Nugat hab ich mir ausgedacht) und wenn ihr die trinkt respektive esst, füllt sich ein Stück eurer Lebensernergie wieder auf. Warum man hier Anstelle der Drinks nicht einfach Spritzen, Verbandsmaterial oder Ähnliches verwendet hat ist mir schleierhaft und noch weniger verstehe ich, warum der Protagonist immer gleich alles aufbraucht und man nichts für später mitnehmen kann, aber gut, man muss ja nicht alles im Leben verstehen. Die Gegner unterscheiden sich im übrigen auch in ihrer Stärke – die Einen haben mehr drauf und die Anderen weniger (logisch). Da ihr zu Beginn eines Quests erfahrt wie schwer eine Mission ist, könnt ihr euch aber eigentlich immer recht gut darauf vorbereiten und gegebenfalls erst einmal eine leichtere Aufgabe angehen um euren Charakter und eure Waffen stärker zu machen.

WAHNSINS ATMOSPHÄRE DURCH GAMEPLAY:
Eine der großen Stärken von Dead Island ist ganz klar die Atmosphäre, welche nicht nur von der tollen Insel ausgeht (dazu komme ich später noch), nein sondern in erster Linie vom Gameplay. Zunächst einmal ist das Feeling und der Unterschied zwischen einer 3rd-Person-Ansicht und der Ego-Perspektive bei solch einem Game enorm. Konnte ein hier zu Lande indiziertes Zombiegame schon eine tolle Atmosphäre aufbauen, schuf man durch die 3rd-Person-Ansicht dennoch eine gewisse Distanz zum Geschehen. Das ist in Dead Island nicht der Fall denn die Macher schmeißen einen quasi mitten in die Schlacht und das Gefühl des virtuellen Überlebenskampfes wird hier so eindrucksvoll wie noch nie dargestellt. Sei es durch die authentischen Schreie und das coole Design der Untoten, die Geräusche des Protagonisten oder einfach nur der extrem hohe Gewaltgrad. Wenn eine Horde Infizierter auf euch zu rennt und man mit einem Brecheisen oder Paddel nach und nach deren Schädel (oder andere Gliedmaßen) aus der Ego-Perspektive zertrümmert, dann ist das schon ganz schön harter Toback. Das neue Game von DeepSilver ist also definitiv nichts für Kinder, würde ich mal sagen. Und auch wenn es hier und da vielleicht ein wenig übertrieben scheint, passt es einfach super gut ins Szenario und wirkt unheimlich Glaubhaft. Ein weiterer erwähnenswerter Punkt ist die Ausdauer-Anzeige. Diese sinkt beispielsweise durchs Sprinten, Hüpfen oder Schlagen – Treten könnt ihr dagegen den ganzen Tag lang…keine Ahnung wieso. Ist die Anzeige leer schlagt ihr langsamer und nicht mehr so wirkungsvoll. Aber keine Sorge, die Ausdauer regeniert sich unheimlich schnell und schränkt euch nicht unbedingt ein, außer ihr wollt einen Marathon laufen – dann wirds etwas schwierig. Jedenfalls vermittelt all das ein starkes Mittendringefühl – besonders wenn hin und wieder die Übersicht verloren geht, kommt das unheimlich toll rüber und das Thema „Vorsicht“ ist wirklich ein ständiger Begleiter. Das alles hier verkommt übrigens nie zu einer öden Prügelei, Metzelei oder Ähnlichen, da stets ein wenig Taktik gefragt ist, sonst segnet man schnell das Zeitliche. Hin und wieder ist sogar die Flucht der beste Weg, was klasse ist wie ich finde, denn so geht immer eine gewisse Bedrohung von den Zombies aus und das kommt der Stimmung natürlich zu gute.

DO IT YOURSELF:
Zu Beginn könnt ihr übrigens 2 Waffen & eure Hände (logisch) mit euch führen bzw. nutzen. Ausgewählt werden Diese über ein Ringmenü welches letztendlich Platz für 7 Schlag-und Schießprügel bietet. Die Waffen nutzen sich übrigens bei Gebrauch ab und verlieren so die Wirkung, dem Zombie richtig weh zu tun. Wenn sich euer Messer also mal komplett abgenutzt hat, spritzt beim zustechen nur noch Blut in Hülle und Fülle, es hat aber wenig Wirkung. Waffen können aber an Werkbänken repariert und modifiziert werden. Ein großer Minuspunkt (eigentlich ist es genau genommen total besch…) ist, das die Reparaturen die ihr(!) an euren Waffen selber(!) vornehmt, Geld kosten. Die Werkbank ist da, ihr seit als Arbeitskraft auch da, wen bezahlt ihr also? Das gleiche gilt für die Modifizierungen welche ebenfalls Kohle in Anspruch nehmen. Hier sucht und findet ihr die Zusatzteile selber, das gleiche gilt für die Waffen, die Anleitungen habt ihr auch (diese erhält man z.B. durch erfolgreiche Quests), also…wen zur Hölle bezahlt man da eigentlich? Damit wären wir auch beim nächsten unausgewogenen Fakt: Das „Waffen kreieren“. Denn hier lässt euch das Spiel nur bedingt Spielraum. Ihr könnt also nicht einfach schnell mal zur Werkbank rennen und euch nach Herzenslust austoben, nein ihr braucht eine passende Waffe + Zusatzteile wie zb. Nägel und dann eine Gebrauchsanleitung – Erst dann könnt ihr Waffen bauen und ihre Atribute verbessern. Die Waffen sind übrigens auch in Werte bzw. Levelstufen unterteilt. Es kann also durchaus passieren das ihr mal einen Besenstil mit der Stufe 6 findet, euer Charakter aber erst die Stufe 5 hat und dann is der einfach mal zu schwer… der Besenstil. Ihr könnt also nur das nutzen was eurer Stufe entspricht oder niedriger ist.

THE ISLAND – THE DEAD ISLAND:
Kommen wir nun zur Insel. Ja die Insel – der perfekte Urlaubsort und in meinen Augen auch das perfekte Szenario für dieses Game, denn das hat es in dieser Art und Weise einfach noch nicht gegeben. Schluss mit tristem Wetter, angsteinflößender Nacht und unheilvollem Nebelgraun denn hier ist Sonne angesagt und das den ganzen Tag lang. Und obwohl die Grafik meist nur in der 2.Liga spielt ergibt das Gesamtpaket mit den Licht-und Schatteneffekten ein sehr tolles Bild. Die Insel ist auch sehr hübsch designt, mit all ihren Hütten und dem Hotel und dem Strand und dem Wasser und den Hütten im Wasser – so ich bin dann mal im Urlaub…

Doch nicht nur die wundervolle Urlaubsinsel von Banoi steht euch zur Verfügung, nein im späteren Verlauf erreicht ihr auch noch andere Szenarien des Ortes, wie etwa eine kaputte Kleinstadt oder ein Gefängnis. Das hier eine Kulisse stimmiger als die Andere ist, muss wohl nicht betont werden. Das hier jeder Ort nur so vor Abwechslung und Einfallsreichtum strotzt, ebenso wenig. Ja hier haben die Macher alles richtig gemacht und führen den Spieler durch ein echtes Zombiefest.

Ein weiterer Pluspunkt ist, das man die gesamte Insel sofort begehen und befahren kann. Es gibt keine überginären Grenzen oder dergleichen, nein ihr könnt euch hier sofort richtig austoben. Die Größe kann ich jetzt schlecht einschätzen aber ich würde es mal so ausdrücken: Würde bzw. müsste man von einem Ende der Insel zum Anderen laufen, hätte man nach der Hälfte schon keine Lust mehr und würde lieber im Meer baden gehen. Aus diesem Grund spendieren die Entwickler auch Fahrzeuge mit denen ihr quer über die Insel brettern könnt. Die Steuerung ist dabei ehr altbacken und Gran Turismo-Feeling kommt nicht auf, aber es erfüllt seinen Zweck. Schade ist hier zum Beispiel das Details wie die Rückspiegel nur Deko sind, dadurch wirkt es ein wenig unfertig. Aber immerhin geht nach einigen Frontalstößen (wenn ihr zb. ganz ausversehen einen Zombie streift) wenigstens die Scheibe zu Bruch.

SAMMELN BIS DER ARZT KOMMT:
Sammeln ist in einem Open World-Game natürlich immer von großer Bedeutung und weckt den Entdeckerdrang und die Erkundung der Spielwelt. Das ist hier auch der Fall. In Dead Island könnt ihr zb. Kisten, Koffer, Schränke, Leichen oder weiß der Geier was durchsuchen und findet meistens auch etwas, bevorzugt Geld – is ja auch logisch, jemand will ja bezahlt werden…nur hab ich immer noch nicht heraus gefunden wer das eigentlich ist. Ihr könnt aber nicht jeden Schrank oder jeden Koffer durchsuchen, sondern nur Jene die mit einem Symbol gekennzeichnet sind. Das gleiche gilt für Türen und Gebäude welche geöffnet und durchsucht werden können – das klappt aber nicht bei jeder Tür. Apropos Türen – Diese lassen sich auch wieder schließen und bieten so Schutz vor jeglicher Art von Feind. Es kommt also keiner mal schnell durch die Tür gepoltert und überfällt euch während ihr duschen seit.

ZOMBIES ZOMBIEEES…ÜBERALL ZOMBIIIIEEEES:
Ja die guten alten Zombies. Sind schon ein tolles Volk. Laufen und Schlendern den lieben langen Tag vor sich her, streiten nie, haben nie ein Problem miteinander, brauchen kein Besteck – eigentlich sind sie gar nicht so verkehrt. Außer wenn Frischfleisch daher kommt, was meist in Form von Menschen der Fall ist, dann werden sie ein wenig schroff und vergessen ihre guten Manieren. Nee jetzt mal im ernst, die Zombies sind echt gut geworden. Es gibt verschieden Arten wie z.B. von der Gattung Dawn of the Dead, die durch die Gegend eiern, dann gibts welche der Marke 28 Days Later, die euch schreiend hinterher rennen, und dann gibts die großen Jungs die nicht sonderlich schnell sind aber euch mit einem Schlag locker 5 Meter über den Asphalt fliegen lassen. Es gibt natürlich noch andere Untote die euch an die Wäsche wollen, hier solltet ihr euch aber einfach mal überraschen lassen. Optisch machen die Untoten jedenfalls eine gute Figur (sofern das möglich ist) – natürlich gibts auch hier Klone wie in Clone Wars, aber nicht in diesem Ausmaß. Im Großen und Ganzen fallen die Zombies dann doch recht unterschiedlich aus und wenn die Action in vollem Gange ist, hat man meist eh wenig Zeit nach dem Aussehen zuschauen… und es kommt sowieso auf die inneren Werte an. Aber das wichtigste, ihr könnt die Untoten in viele Einzelteile hauen. Egal ob Beine, Arme oder Köpfe, die Infizierten trennen sich liebend gern von allem.

MÄDCHEN FÜR ALLES:
Das einzige was die tolle und sehr stimmige Atmosphäre immer ein wenig trübt ist die Tatsache, das ihr mit eurer Hauptfigur der einzige Mensch auf dieser total verseuchten Insel zu sein scheint, der Probleme löst und Aufgaben erledigt. Nehmen wir zb. den Bademeister-Chef – ein Typ mit rauchiger Stimme und Mike Tyson-Tattoo im Gesicht hockt mit seinem Allerwertesten nur in der Basis rum und verteilt fröhlich Aufgaben der Marke: „hol mal das“ – „die Leute haben durst“ – „wir brauchen ein Auto“ – „putz mir mal die Nase“ (Scherz) etc. pp. Ich mein klar, ihr seit es der Immun gegen den Virus ist (keine Angst das war kein Spoiler – das erfahrt ihr gleich,sofort und unmittelbar zu Beginn des Spiels), aber wie der Typ bereits sagte, ihr seit Immun, das heißt aber nicht das ihr nicht sterben könnt. Ich will damit sagen, kein Mensch hat Bock euch zu begleiten oder zu helfen. Egal wer, und sei es jemand der Marke „Surfertyp mit Sixpack“, der einen Kanister Benzin möchte. Jeder bleibt an Ort und Stelle hocken und ihr müsst immer laufen und alles besorgen bzw. erforschen. Hier hätte ich es schön gefunden wenn euch mal jemand begleitet hätte oder noch besser, gefragt hätte ob ihr nicht lust habt ihn/sie bei ihrem Vorhaben zu unterstützen, aber nix da. Leider beschränken sich die Gespräche meist auch nur auf das Aufgabenverteilen – Antwortmöglichkeiten gibt es keine.

WASN DAS?
Sicher ist das Spiel auch nicht frei von Fehlern, doch bei dieser Größe ist es auf jeden Fall leichter zu ertragen als bei einem liniearen, vierstündigen Shooter. Was mir aber abgesehen davon das sich die Untoten mal irgendwo im Gebüsch verheddern witziges aufgefallen ist, ist… die Zombies in Dead Island nehmen immer artig die Treppe. Ich stand in einem Pool und wurde von Untoten verfolgt und die stehen am Beckenrand und ich im Pool und dachte „jetzt gehts los“ und auf einmal laufen die einfach weg, nach rechts, und nehmen die Treppe, jeder Einzelne, immer wieder. Diese Botschaft ist auf jeden Fall klar: Man soll nicht vom Beckenrand hüpfen!

GEMEINSAM ÜBERLEBT ES SICH DOCH AM BESTEN:
Ihr könnt natürlich in bester Überlebensmanier im Quartett kämpfen, heißt mit bis zu 3 Freunden in die Schlacht ziehen. Hier entfaltet das Game noch einmal richtiges Potenzial und stundenlanger Spielspaß sollte vorprogramiert sein. Die Idee dahinter ist ganz witzig: Seit ihr beispielsweise auf der Inselt unterwegs und ein Mitstreiter befindet sich in eurer Nähe, wird dessen Name angezeigt und ihr könnt fortan seinem Spiel beitreten und es auch einfach wieder verlassen wie es euch gefällt, solange er in eurem Umfeld ist versteht sich. Es ändert sich während dessen also nichts. Seit ihr zum Beispiel am Strand unterwegs und tretet einem Spieler bei, bleibt ihr auch an diesem Strand. Verlasst ihr die Sitzung dann beispielsweise in einer Hütte, bleibt ihr auch in dieser Hütte und zockt von dort aus einfach weiter. Einzigs Manko ist hier, wenn man es denn so nennen will, die Zombies werden durch den Einstieg von Freunden nicht stärker. Es könnte unter Umständen also zu einfach werden.

UND SONST:

  • Videosequenzen lassen sich überspringen
  • Controllereinstellungen auch für Linkshänder
  • Extras bieten z.B. Einsicht in Trophäen, persönliche Statistiken wie getötete Gegner usw.
  • Die Story ist in Akte unterteilt
  • Das Inventar ist wie so oft auch hier nicht unbedingt hübsch, aber zweckdienlich
  • nur deutsche Untertiel – keine deutsche Sprachausgabe
  • entfernt man sich zb. zu weit aufs Meer hinaus kommt eine Meldung und man wird zurück auf die Insel gesetzt
  • Zombies ertrinken, was wirklich cool ist. Sollte euch also mal eine Horde verfolgen, lauft ins Wasser und haut sie dort um
  • hier und da gibt es auch Leute die einen „An-und-Verkauf“ betreiben
  • kein Deckungssystem
  • kein Splitscreen
  • keine Kinder
  • keine Tiere

FAZIT:
George A. Romero (Urgestein der Zombiefilme) wäre sicher neidisch. Denn seit Dawn of the Dead ist das hier die beste Zombiepartie seit langem, und dann auch noch Virtuell. Das Feeling und die Atmosphäre welche in meinen Augen die wichtigsten Zutaten überhaupt in diesem Szenario darstellen, stimmen einfach von vorn bis hinten. Die Hauptstory bietet zudem mit rund 20 Stunden genug Abwechslung. Die Zombies wirken toll, die Geräusche sind authentisch und hier bekommt man wirklich einen Mix aus der 28 Days/Weeks Later-Reihe, Left 4 Dead und den Romero-Filmen in der Ego-Perspektive präsentiert. Das intensive Gameplay zieht einen mitten ins Geschehen und das obwohl es nicht mehr das Jüngste ist. Und auch wenn die Grafik nicht mehr unbedingt auf Höhe der Zeit ist, wirkt sie im Gesamtpaket betrachtet dennoch stimmig und weiß zu gefallen. Die Insel ist zudem traumhaft und man bekommt richtig lust auf Urlaub, wenn da nicht diese Zombies und die späteren, recht düsteren Kulissen wären. Was mir persönlich wirklich fehlt ist ein durchgehendes Regenerierungssystem oder wenigstens eine andere Lösung anstelle der Energiedrinks und Schokoriegelchen. Was ich noch schade fand war der fehlende Splitscreen, denn die Charaktere waren dafür da und das Prinizp des Multiplayer funktioniert Online ja super. Über das „Wirtschaftssystem“ schweige ich an dieser Stelle. Hier und da hört man auch von einigen größeren Bugs im Spiel, diese kann ich an dieser Stelle aber nicht bestätigen da bei meiner rund 20 stündigen Session keine gravierenden Fehler auftraten.  Wäre Dead Island ein reiner Ego-Shooter hätte die Wertung ein wenig schelchter ausgesehen. Da sich das ganze Spektakel hier aber um Zombies dreht und das einfach so geil eingefangen wurde, schafft die tote Insel die 90%-Marke und ich hoffe in Zukunft wirklich auf mehr im Bereich der Untoten, denn Deep Silver und Techland haben gezeigt das es funktioniert.

92%